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von 7 Manik am 03.12.2012 um 09:58 Uhr (Bearbeitet: 03.12.2012 10:01)

 Die Warnung der Hopi aus 2012, dass das Wasser der Welt in Gefahr sei, schien mir vor kurzem eine allgemeine zu sein – der Hinweis auf einen schleichenden Prozess, der sich über Jahrzehnte hinzieht, und der nach Aussage von Maya-Ältesten dazu führt, dass in den 20er Jahren zwei Drittel der Menschheit kein sauberes Trinkwasser mehr hat, wenn das so weitergeht.

Nun aber sind neue Informationen hinzugekommen, die aufhorchen lassen - denn sie werden nicht nur das politische und wirtschaftliche Beziehungsgeflecht der Welt massiv verändern, insbesondere zwischen USA und dem ölverkaufenden Nahen Osten – sondern auch in Bezug auf unser Trinkwasser!!!

Beide Präsidentschaftskandidaten in USA betonten, dass sie darauf dringen, dass die USA bald autark wird, was Energieversorgung angeht.

Nun wird deshalb ein neues Verfahren massiv eingesetzt, um Öl aus Mineralien zu pressen - und das wirkt sich extrem negativ auf das Trinkwasser aus!

Ob die Hopis das wussten?

Außerdem verändert es natürlich massiv die Weltordnung, wenn der Nahe Osten nicht mehr die Versorgungskammer Nr. 1 für den Wohlstand der USA ist. Die werden wohl ausgezutzelt zurück gelassen, mit all den Konflikten, die die USA dort verursacht haben, aber dann ohne Geld.

Lieben Gruß

7 Manik

 

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1383397

Politik: Amerika wird weltgrößter Ölproduzent

Berlin - Die Vereinigten Staaten stehen kurz davor, wieder Ölförderland Nummer eins zu werden. 'In fünf Jahren werden die USA größter Ölproduzent der Welt sein, vor Saudi-Arabien und Russland', sagte Fatih Birol, Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), der Süddeutschen Zeitung. Grund ist die wachsende Förderung des sogenannten unkonventionellen Öls, das mit großem Aufwand an Energie und Chemie aus dem Gestein gelöst wird - während viele konventionelle Ölfelder ihre besten Jahre schon hinter sich haben.

 

Auch beim Erdgas prognostiziert die Internationale Energieagentur eine massive Trendwende, ebenfalls durch unkonventionelle Fördermethoden.

 

Zwischen 2015 und 2020 dürften die USA hier Russland als bislang größten Erdgas-Förderer der Welt überholen, heißt es im jüngsten Weltenergie-Ausblick der Organisation. Der jährlich erscheinende Bericht wurde am Montag in London vorgestellt.

Nach Auffassung von Experten hat der Öl- und Gasboom in den USA weitreichende Konsequenzen.

 

Derzeit kostet ein Fass der Nordsee-Sorte Brent gut 108 Dollar, amerikanisches Leichtöl 86 Dollar. Bei Preisen oberhalb von 80 Dollar gilt das unkonventionelle Öl als wirtschaftlich förderbar.

 

 

Die Internationale Energieagentur sieht die USA schon 2017 vor Saudi-Arabien und Russland. Dank unkonventioneller Techniken wird die Supermacht auch das meiste Erdgas fördern


Nach Auffassung von Experten hat der Öl- und Gasboom in den USA weitreichende Konsequenzen auch für die Geopolitik.

 

Hatten die USA als Importeur von Öl und Gas bislang stets großes Interesse an der Stabilität im Nahen und Mittleren Osten, könnte dieses Motiv nun in den Hintergrund treten.

 

'Das ist eine Veränderung, die sich auch auf die Außen- und Sicherheitspolitik auswirkt', sagte Birol.

 

'Dass die USA nach Dekaden der Abhängigkeit kein Öl mehr von dort beziehen, wird ihren Blick auf die Region verändern.'

 

Die Entwicklung erschüttere somit 'die Grundfesten des globalen Energiesystems'.

 

Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney hatten im Wahlkampf für mehr Unabhängigkeit von Energieimporten geworben.

Begünstigt wird die Entwicklung durch konstant hohe Preise für Erdöl.

 

'Ein Preisband zwischen 80 und 100 Dollar ist langfristig gut vorstellbar', sagt auch Michael Bräuninger, Rohstoffexperte am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. Die IEA geht bis 2035 von einem Anstieg auf 125 Dollar je Fass aus, die Inflation schon herausgerechnet.

Während Öl damit ungeachtet der neuen Funde teuer bliebe, dürfte der Gaspreis weltweit fallen.

 

Derzeit kostet Erdgas in Europa fünfmal so viel wie in den USA.

 

Durch wachsenden Handel auch mit verflüssigtem Erdgas dürfte diese Differenz aber schrumpfen, erwartet die Energieagentur.

 

Allerdings sind die unkonventionellen Fördermethoden wegen der Folgen etwa für das Trinkwasser umstritten.

 

Auch die Energieagentur warnt vor Euphorie angesichts der neuen Gas- und Ölmengen - aus noch anderen Gründen. Um den Klimawandel unter Kontrolle zu halten, müsse vor allem der Verbrauch fossiler Rohstoffe rapide sinken, forderte die Organisation. Zwei Drittel der möglichen Energieeinsparungen blieben nach wie vor ungenutzt; und das, obwohl sie sich rechnen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/klimawandel-weltbank-bericht

Die Weltbank hat vor dramatischen Folgen einer weiteren Erderwärmung gewarnt. Im Moment steuere die Welt auf eine Situation zu, in der die globale Durchschnittstemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um vier Grad steigen werde. Der Wert liegt weit über dem offiziellen Ziel von höchstens zwei Grad, auf das die Staaten der Welt sich vor einigen Jahren im Rahmen der Klimakonferenzen der Vereinten Nationen verständigt haben.

Eine um vier Grad wärmere Welt berge "Risiken außerhalb der Erfahrungen unserer Zivilisation", teilte das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) anlässlich der Veröffentlichung der Studie mit. Wissenschaftler des PIK und von Climate Analytics hatten den Bericht für die Weltbank erstellt. Mit ihrer Untersuchung bestätigen sie Prognosen anderer Wissenschaftler. Noch bestehe allerdings die Chance, eine Erderwärmung von mehr als zwei Grad zu verhindern.

Wenn die Temperatur weit über zwei Grad steige, "laufen wir Gefahr, Kipp-Punkte im Erdsystem zu überschreiten", sagte PIK-Direktor Hans-Joachim Schellnhuber. So könne zum Beispiel das kilometerdicke Eisschild Grönlands schmelzen, mit entsprechenden Folgen für den Anstieg des Meeresspiegels. Schellnhuber zufolge würde die Schmelze Jahrtausende lang dauern, könnte aber schon bald unwiderruflich beginnen. "Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist ein Bruch mit den vom Zeitalter fossiler Brennstoffe geprägten Mustern von Produktion und Konsum." Ein solcher Bruch wird allerdings umso teurer, je später er kommt.

 

 

Dem PIK zufolge sind bereits heute die Folgen des Klimawandels zu spüren. Die Hitzewelle des Jahres 2010 habe in Russland beispielsweise vorläufigen Schätzungen zufolge Tausende von Opfern gefordert, die Ernten um ein Viertel verringert und 15 Milliarden Dollar Schaden verursacht. In einer um vier Grad wärmeren Welt sei das in Teilen der Erde "die neue Normalität".

Dann sei außerdem mit einem deutlichen Anstieg des Meeresspiegels zu rechnen, mit Hitzewellen, einer Zunahme von Wirbelstürmen und dem Aussterben ganzer Arten.

Auch die globale Ernährungssicherheit wäre gefährdet. Dem PIK zufolge reagieren wichtige Getreidesorten "überaus empfindlich" auf höhere Temperaturen. Das könne zu großflächigen Ernteausfällen führen. Dürren oder Überschwemmungen könnten die Lage noch erschweren.

Weltbankpräsident Jim Yong Kim forderte mit Blick auf die Studie "aggressive" Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels. "Die Zeit ist sehr, sehr knapp", sagte er bei der Vorstellung des Berichts. "Eine um vier Grad wärmere Welt kann und muss verhindert werden. Wir müssen die Erwärmung auf zwei Grad begrenzen." Würden Versprechen zum Kampf gegen den Klimawandel nicht eingehalten, könnte die Erderwärmung schon in den 2060er Jahren vier Grad Celsius betragen.