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von Sternschnuppe-13Ahau am 18.06.2012 um 13:06 Uhr

Die derzeitige Zeitqualität lässt mit allem rechnen – im Positiven wie im Schwierigen – und allezeit mit unerwarteten Wendungen.

 

Zu meinen Lebzeiten kann ich mich an keine Wahl erinnern, die schon im Vorfeld weltweit solche Aufmerksamkeit erregte, wie die erneute, zweite Neuwahl der Griechen innerhalb von 6 Wochen, gestern am 17. Juni.

 

So las ich vor einer Woche z.B. einen Artikel einer australischen Online-Zeitung, die eine weltweite Rezession erwartete, falls Syriza, die radikalen Linken, in Griechenland gewonnen hätten.

 

Dabei denkt deren „Oberrevolutionär“ in vielem ähnlich wie wir hier. Er hat ein Bild von Che Guevara in seinem Büro hängen, und reiste vor einigen Jahren europaweit von einer Anti-Globalisierungs-Veranstaltung zur Nächsten.

 

Die Griechen nannten es eine Wahl zwischen „Angst“, wofür die konservative ND stand, die die Krise mit verursacht hat und nun die meisten Stimmen bekam, und „Hoffnung“, wofür Syriza stand.

 

2,8% mehr Griechen haben sich demnach für Angst statt für Hoffnung entschieden, und deshalb erleichtert insbesondere Europa, aber auch die ganze Welt, incl. USA, erleichtert auf. Heute beginnt das G20-Treffen in Mexiko, bei den Maya sozusagen, und da ist die europäische Staatsschulden-Krise ebenfalls Top-Thema.

 

Während in Deutschland vor allem die Zahlen interessieren, ist die Griechenland-Krise aber ein wichtiger Indikator dafür, wo die Menschen in ihrem Bewusstseinswandel in Europa stehen. Einfache uralte esoterische Weisheiten, wie z.B., dass alles mit allem verbunden ist, treten da ganz physisch zutage: Die Angst der Griechen vor der Rückkehr der Drachme und einem damit verbundenen wirtschaftlichen Zusammenbruch und politische Isolation war nicht größer wie die Angst der europäischen Nachbarstaaten, dass ein Sieg der Sparpaket-kritischen Syriza zu einem Austritt der Griechen aus dem Euro führt, und dies eine europaweite Kettenreaktion nach sich zieht – denn nur etwa 30% der Europäer der Eurozone sehen diese und den Euro positiv. Insbesondere wurde die Reaktion der Märkte befürchtet, und dass die angeschlagenen viel größeren Staaten wie Spanien und Italien dann auch ausscheren wollen.

 

Das alles ist sehr komplex, deswegen will ich es für heute dabei bewenden lassen und lediglich feststellen: Die Erleichterung, das Aufatmen in Europa reichte nicht mal bis Montag Mittag – schon ist die nächste Krise da: eine Verschärfung der Spanien und Italien-Krise. In Rom demonstrierten 200.000 Menschen gegen die Sparpolitik! Dazu ein andermal mehr.

Wenigstens hat der Iran positive Signale geschickt für die Verhandlungen in Moskau heute und morgen.

 

Was ich aber aus losgelöster Vogelperspektive zu den erstaunlichen Wundern zähle, ist die Synchronizität zwischen der Fußball-Europameisterschaft, die auch noch „die EURO“ genannt wird, und den griechischen Neuwahlen, wo es um den Euro ging.

 

In ihrer Gruppe (4 Mannschaften) führten die Russen und galten als geheime Favoriten, während Griechenland bei den letzten zwei war -  also mit einem Bein Richtung Heimfahrt. Doch dann wendete der griechische Kapitän mit einem einzigen Tor das Blatt komplett! Griechenland siegte 1: 0 über Russland. Russland musste deswegen nach Hause fahren, obwohl es zuvor 4:1 gegen Tschechien gewonnen und 1:1 gegen Polen unentschieden gespielt hat. Und Griechenland stieg ins Viertelfinale auf, obwohl es zuvor 1:2 gegen Tschechien verloren hatte (also dieselbe Mannschaft, gegen die die Russen 4:1 gewannen) und gegen Polen wie die Russen ebenfalls 1:1 unentschieden gespielt hat. Man sieht an den Ergebnissen, dass Russland wohl insgesamt die viel stärkere Mannschaft ist, aber weil sie dieses eine einzige Tor der Griechen nicht ausgleichen konnten, sind sie ausgeschieden – es zählt hier nämlich der direkte Vergleich stärker, und da Griechenland dank dieses einen, einzigen Tors gewonnen hat gegen Russland, stiegen sie auf und Russland fuhr nach Hause! Obwohl die Griechen nur drei Tore in drei Spielen schossen, die Russen fünf.

 

EM Ergebnisse Gruppe A

Tag

Datum/Uhrzeit/Ort

Partie

Ergebnis

Freitag

08.06. - 18:00 - Warschau

Polen – Griechenland

1:1 (1:0)

Freitag

08.06. - 20:45 - Breslau

Russland – Tschechien

4:1 (2:0)

Dienstag

12.06. - 18:00 - Breslau

Griechenland – Tschechien

1:2 (0:2)

Dienstag

12.06. - 20:45 - Warschau

Polen – Russland

1:1 (0:1)

Samstag

16.06. - 20:45 - Breslau

Tschechien – Polen

1:0 (0:0)

Samstag

16.06. - 20:45 - Warschau

Griechenland – Russland

1:0 (1:0)

 

Das aber wiederum bringt eine andere spannende Wende: ein fussballerisches „Duell“ zwischen Griechenland und Deutschland für den kommenden Freitag. Das ist ebenfalls durch kleine Wunder entstanden – den Sieg gegen die Dänen schaffte ein Aushilfsverteidiger, der zum ersten Mal von Anfang an mitspielen durfte, weil Boateng gesperrt war. Es war sein erstes Tor bei einem Länderspiel überhaupt. Also eine ähnliche Dusel-Geschichte wie bei dem griechischen Kapitän.

 

Dass damit aber gerade Griechenland und Deutschland im Viertelfinale aufeinander treffen, das hat wohl was mit dem Resonanzgesetz des Karmas zu tun. Denn die Griechen dachten in den letzten Wochen mehr an Deutschland, wie an irgendein anderes Land, und umgekehrt. Insofern ist es ein Aufeinanderprallen von zwei Weltbildern:

Bis zur letzten Minute machte die Syriza Wahlkampf durch Stimmung gegen Deutschland, speziell der sparwütigen Bundeskanzlerin Merkel. Während parallel laut Umfragen zwei Drittel der Deutschen gerne hätten, dass die Griechen aus der Euro-Zone ausscheiden- obwohl alle Wirtschaftsexperten davor warnen.

 

Und so sahen entsprechend die Reaktionen der griechischen Sportzeitungen am Samstag aus, auf die Botschaft vom bevor spielenden Spiel gegen Deutschland.:

 

 

GRIECHENLAND - RUSSLAND 1:0 (1:0)

GRIECHENLAND

Goal News: "Bringt uns Merkel! Ihr werdet Griechenland niemals aus der Euro-Zone befördern. Europa ist wieder einmal außer sich wegen der bankrotten Griechen."

Sport Day: "So haben sich eure Schuldner für das Viertelfinale qualifiziert. Angela, sei bereit."

Metro Sport: "Ihr habt uns den IWF (Internationaler Währungsfonds, d.Red.) gegeben, wie geben eurer EURO TNT."

 

 

Man kann also gespannt sein auf das Spiel und die Fans am Freitag.

 

Wäre schön, wenn sich alle Konflikte sportlich austragen ließen!

 

 

In Liebe und Verbundenheit

 

 

Sternschnuppe 13 Ahau

 

 

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/folgen-der-wahl-in-griechenland-sieg-der-konservativen-treibt-boersenkurse-nach-oben-1.1385685

 

 

Folgen der Wahl Griechenland atmet auf - doch die spanische Krise verschärft sich

18.06.2012, 10:51 2012-06-18 10:51:12

Europa ist erleichtert - aber nur kurz: Die Märkte reagieren zunächst positiv auf das Wahlergebnis in Griechenland, wo sich die Konservativen gegen die radikale Linke durchgesetzt haben. Doch jetzt rückt Spanien in den Fokus. Die Zinsen für spanische Staatsanleihen erreichen ein Rekordhoch. 

Griechenland hat gewählt - und sich für Europa und den Euro entschieden. Das Ausland reagiert erleichtert, auch an den Finanzmärkten wird aufgeatmet - aber nur kurz.

 [] Das Wahlergebnis: Die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) wird stärkste Kraft im Parlament. Sie will den Sparkurs fortsetzen - braucht zur Regierungsbildung aber einen Partner. Die sozialistische Pasok steht dafür nur unter Bedingungen zur Verfügung. Das "Bündnis der radikalen Linken", Syriza, gewinnt zwar abermals Stimmen hinzu, will sich aber als zweitstärkste Partei der Opposition widmen.

[] Wie es jetzt weitergeht: Samaras trifft am Mittag Staatspräsident Papoulias, der ihm den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen wird. Der ND-Chef hat dann drei Tage Zeit. Die Diskussion um die Sparauflagen geht weiter: Ex-Außenminister Antonaros fordert mehr Zeit, um die Ziele zu erreichen. Bundesaußenminister Westerwelle signalisiert Bereichtschaft. EU-Kommissar Lewandowski will hart bleiben.

[] Reaktion der Märkte: Die Leitindizes der Börsen deuten am Morgen auf eine Entspannung hin. Doch der Fokus richtet sich schnell auf Spanien. Die Zinsen auf spanische Anleihen steigen auf ein Rekordhoch.

Im SZ-Liveblog berichten Hans von der Hagen, Bastian Brinkmann und Michael König.

11:55 Uhr Spanien und Italien rücken in den Fokus der Märkte

Europa hat nur mal kurz luftgeholt, prompt geht es weiter mit der Krise. Die Spanier profitieren nicht von der leichten Entspannung in Griechenland. Die Renditen für die Anleihen des Landes schnellten erneut über die Marke von sieben Prozent. Damit wächst das Risiko, dass Spanien nun doch ganz unter den Rettungsschirm der EU muss, da Zinssätze in dieser Höhe langfristig als nicht tragbar gelten.

Auch in Italien schnellten die Renditen nach oben: Dort kletterten sie über die Schwelle von sechs Prozent. Ungeachtet der Entwicklungen in Athen blieben die strukturellen und konjunkturellen Probleme der übrigen Krisenländer bestehen, warnen Analysten. Exemplarisch sei hier Ralf Umlauf zitiert, Anleihe-Experte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba): "Eine schnelle Lösung der europäischen Probleme ist nicht in Sicht und der EU-Gipfel Ende Juni wird vermutlich noch nicht die Wende in dieser Krise mit sich bringen."

Entziehen die Märkte den beiden Schwergewichten Spanien und Italien das Vertrauen, wird es für die Regierungen immer schwieriger, neues Kapital zur Finanzierung der Staatshaushalte aufzunehmen. Die bisherigen Rettungsschirme gelten aber für umfangreiche Hilfen an diese Länder als zu klein. Spanien soll bereits bis zu 100 Milliarden Euro Kredite zur Stützung seiner Banken erhalten.

11:22 Uhr "Die Feier ist schon wieder vorbei"

"Ja, aber" ist auch die herrschende Meinung in den Kommentarspalten der Online-Medien. "Europas zweite Chance" titelt Spiegel Online und führt aus: "Griechenland hat gewählt, aber Europa ist damit noch lange nicht gerettet."

Bei Bild.de heißt es einerseits "Die Welt atmet auf", andererseits kommentiert Nikolaus Blome: "Am Morgen danach ist nur eines klar: Das quälende Gewürge wird weitergehen."

Das Handelsblatt konzentriert sich auf die Reaktion der Märkte und schlagzeilt: "Die Feier ist schon wieder vorbei". Die "Erleichterung über die Griechenwahl verpufft", mahnt auch die Financial Times. Und der Londoner Guardian meldet: "Wahl in Griechenland schafft es nicht, die Ängste der Eurozone zu beruhigen."

11:15 Uhr "Ich bin sehr erleichtert"

Noch eine Stimme, eingeholt vom Kollegen Kuhn: Theodore Couloumbis, Professor für internationale Beziehungen an der Universität Athen, bewertet den Wahlausgang positiv: "Ich bin sehr erleichtert. Die Bürger hatten die Wahl zwischen einer schlimmen Gegenwart und einer schmerzhaften Zukunft auf der einen Seite, und einer schlimmen Gegenwart und katastrophalen Zukunft auf der anderen Seite."

Er rechnet damit, dass eine schnelle Regierungsbildung erfolgen wird und Athen sich mit der Troika einigen wird. "In den nächsten Monaten wird es eine Art Waffenstillstand zwischen den Regierung und Opposition geben, ab Herbst wird sich dann zeigen, ob die Umsetzung angekündigter Sparmaßnahmen erfolgt und die Menschen wieder auf die Straße bringt."

11:06 Uhr "Wenn Deutschland Europa erhalten will, wird Griechenland überleben"

Der Kollege Johannes Kuhn spricht für eine Wahl-Analyse mit griechischen Experten über das Ergebnis. Hier vorab die Einschätzung von Nikos Xydakis, Chefredakteur der griechischen Zeitung Kathimerini, der die Zukunft seines Landes weiterhin gefährdet sieht: "Die Griechen wollen, dass die neue Regierung sie rettet. Doch das ist viel verlangt, denn die Regierung wird stark von der Troika abhängig sein."

Am Ende liege der Schlüssel zur Lösung in Berlin: "Wenn Deutschland Europa erhalten will, wird Griechenland in der Euro-Zone überleben. Wenn nicht, dann wird Griechenland in wenigen Monaten die Euro-Zone verlassen und das politische Gleichgewicht in Europa kippen. Ich sehe leider weder finanzielle Bereitschaft, noch den politischen Willen, dass Europa Griechenland retten möchte."

10:55 Uhr Spanische Renditen überlagern Dax-Entwicklung

Ach, die Märkte. Bei genauerem Hinsehen gibt es doch nicht nur positive Reaktionen auf das Wahlergebnis. Die Zinsen auf spanische Anleihen sind gestiegen, die Renditen für 10-jährige Kredite liegen nun bei mehr als sieben Prozent. Das ist enorm hoch und auf Dauer für den Staat nicht zu bezahlen.

Nach einem anfänglichen Anstieg bis auf 6316 Punkte schmolzen die Gewinne im Dax auf 0,31 Prozent und 6248,95 Punkte zusammen. Zwischenzeitlich lag der Leitindex sogar minimal im Minus. Offensichtlich hat sich die Meinung vieler Politiker, der Euro habe einen Schritt aus der Krise gemacht, an den Börsen nicht durchgesetzt.

10:48 Uhr "Ich bin absolut überzeugt, dass dies den Euro stärkt"

Weitere Reaktionen aus der Rubrik "Ja, aber": Der italienische Minsiterpräsident Mario Monti sagte, der Sieg der Konservativen in Griechenland sei gut für die Zukunft Europas und der Eurozone. Jetzt müsse jedoch schnell eine Regierung gebildet werden.

Ähnlich äußerte sich sein spanischer Kollege Mariano Rajoy: "Ich bin absolut überzeugt, dass dies den Euro stärkt." Jetzt sei es an der Zeit, eine Botschaft des Vertrauens in den Euro zu senden.

10:37 Uhr Vorläufiges amtliches Endergebnis im Überblick

Der griechische Interims-Innenminister Antonis Manitakis hat das vorläufige amtliche Endergebnis der Wahl bekanntgegeben. Hier im Überblick:

Nea Dimokratia (Konservative): 29,66 Prozent, 129 Sitze; Syriza (Radikale Linke): 26,89 Prozent, 71 Sitze; Pasok (Sozialisten): 12,28 Prozent, 33 Sitze; Unabhängige Griechen (AE): 7,51 Prozent, 20 Sitze; Goldene Morgenröte (Rechtsradikale): 6,92 Prozent, 18 Sitze; Demokratische Linke (Dimar): 6,26 Prozent, 17 Sitze; Kommunistische Partei (KKE): 4,50 Prozent, 12 Sitze.

10:04 Uhr Finanzmarkt reagiert positiv

Erleichterung auch an den Börsen dieser Welt: Alle wichtigen Indizes können am Montagmorgen Kursgewinne verbuchen. Der Dax startete mit einem Plus von 1,4 Prozent in die Woche. Die Leitindizes in Paris, Madrid und Mailand gewannen zwischen einem und 1,8 Prozent dazu. Auch die asiatischen Börsen legten deutlich zu. Der Nikkei-Index in Tokio schloss 1,8 Prozent im Plus bei 8721 Punkten. Auch in Hongkong und Südkorea verzeichneten die Aktienmärkte Gewinne.

09:33 Uhr Erleichterung in aller Welt

Im Ausland rief das Ergebnis keine Freudensprünge hervor, wohl aber Erleichterung. Kein Wunder: Zwar werden die Konservativen und Wahlsieger Antonis Samaras dafür mitverantwortlich gemacht, dass Griechenland überhaupt so tief in die Krise rutschen konnte. Doch ein Sieg der radikalen Linken hätte unabsehbare Folgen gehabt und die Euro-Krise womöglich deutlich verschlimmert. "Griechenlands Position in Europa wird nicht mehr gefährdet sein", sagte Samaras in Athen.

So sprach Bundeskanzlerin Merkel dann auch von einem "guten Wahlergebnis" - mahnte aber zugleich die Einhaltung der "europäischen Verpflichtungen" an. Außenminister Westerwelle bot Griechenland Aufschub bei der Umsetzung des Sparprogramms an. "Ich kann mir gut vorstellen, über Zeitachsen noch einmal zu reden", sagte Westerwelle am Sonntagabend in der ARD. Am Weg der Reformen führe aber " kein Weg vorbei".

Viele Reaktionen folgten diesem Ja-aber-Prinzip (hier eine Übersicht). Zu viel Euphorie wollte niemand verbreiten. Der Weg ist noch lang, der Reformbedarf  immer gewaltig. Gelingt die Koalitionsbildung, reist anschließend die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nach Athen, um die Fortschritte zu prüfen. Erst dann fließen weitere Rettungsmilliarden nach Griechenland.

09:00 Uhr Griechenland wählt pro-europäisch

Liebe Leser, willkommen zum SZ-Griechenland-Liveblog. An dieser Stelle werden wir Sie über die Nachwehen der Wahl informieren, die am Sonntag zwar ohne klaren Sieger blieb, der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND) aber die meisten Stimmen brachte.

Für die Pro-Europäer ist das eine gute Nachricht: ND-Parteichef Samaras will dem Euro und dem Sparkurs treu bleiben. Die Konkurrenz von Syriza, dem "Bündnis der radikalen Linken", wurde nur zweitstärkste Kraft. Ihr Vorsitzender Tsipras hatte angekündigt, das Rettungspaket für Griechenland im Falle eines Sieges neu verhandeln zu wollen. Nach der Wahl erklärte er, in die Opposition gehen zu wollen.

Die Frage ist: Mit wem regiert Samaras? Vermutlich mit den Sozialisten von Pasok, die aber Bedingungen stellen wollen. Zunächst muss der ND-Chef sich ohnehin den offiziellen Auftrag des Staatspräsidenten Karolos Papoulias abholen, eine Regierung zu bilden. Das Treffen der Politiker ist für den frühen Nachmittag anberaumt. Dann hat Samaras drei Tage Zeit, eine Lösung zu finden.

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  [Kein Titel] mit Weblink  Sternschnuppe-13Ahau (27.12.2011 12:19)
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